Fast alle Gebärmutterhalskrebs-Erkrankungen werden durch humane Papillomaviren (HPV) verursacht – und lassen sich durch eine Impfung wirksam vorbeugen. Für Mädchen, Jungen und in vielen Fällen auch für Erwachsene.
HPV-Infektionen gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen – die meisten sexuell aktiven Menschen stecken sich mindestens einmal im Leben damit an. In den allermeisten Fällen heilt eine Infektion folgenlos aus. Bestimmte HPV-Typen können jedoch über Jahre hinweg Zellveränderungen und Krebs verursachen – vor allem Gebärmutterhalskrebs, aber auch Krebs an Scheide, Schamlippen, After, Penis und im Mund-Rachen-Raum sowie Genitalwarzen.
Die HPV-Impfung schützt vor den wichtigsten dieser krebsauslösenden Virustypen. Am wirksamsten ist sie, wenn sie vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgt – deshalb wird sie bereits im Kindes- und Jugendalter empfohlen. Aber auch später kann eine Impfung noch sinnvoll sein.
Die HPV-Impfung wird für alle Mädchen und Jungen von 9 bis 14 Jahren empfohlen. Versäumte Impfungen sollten möglichst bis zum 18. Geburtstag nachgeholt werden. Für Erwachsene ist eine Impfung im Einzelfall ebenfalls sinnvoll – das besprechen wir gerne persönlich mit Ihnen.
Eine repräsentative Befragung von 2.001 Frauen (18 bis 65 Jahre) in Deutschland zeigt: Das Wissen rund um HPV, den HPV-Test und die HPV-Impfung ist vielerorts lückenhaft – und viele Frauen wünschen sich eine aktive ärztliche Ansprache. Einige zentrale Ergebnisse:
Datengrundlage: Repräsentative Befragung von 2.001 Frauen (18–65 Jahre) in Deutschland, durchgeführt in Kooperation mit der Roche Diagnostics Deutschland GmbH.
Sprechen Sie uns aktiv auf HPV, den HPV-Test und die HPV-Impfung an – gerade wenn es um Ihre Kinder oder Sie selbst geht. Genau dafür sind wir da: Wir informieren Sie verständlich, prüfen Ihren Impfstatus und begleiten Sie bei der Entscheidung.
Der ideale Zeitpunkt: Die Impfung erfolgt am besten vor dem ersten sexuellen Kontakt und ist eine Kassenleistung.
Versäumte Impfungen sollten spätestens bis zum 18. Geburtstag nachgeholt werden (Nachholimpfung).
Auch nach dem 18. Lebensjahr kann eine Impfung im Einzelfall sinnvoll sein – wir beraten Sie individuell und klären die Kostenübernahme.
HPV betrifft beide Geschlechter. Die Impfung schützt auch Männer und senkt die Verbreitung der Viren.
Die STIKO empfiehlt die Impfung für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Versäumte Impfungen sollten spätestens bis zum 18. Geburtstag nachgeholt werden. Am wirksamsten ist die Impfung, wenn sie vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgt.
Ja, in vielen Fällen. Da man sich im Laufe des Lebens mit verschiedenen HPV-Typen anstecken kann, kann die Impfung auch im Erwachsenenalter noch Schutz bieten. Ob sie für Sie persönlich sinnvoll ist, klären wir in einem individuellen Beratungsgespräch.
Für Kinder und Jugendliche im empfohlenen Alter ist die Impfung eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Viele gesetzliche und private Versicherungen erstatten die Kosten inzwischen auch für Erwachsene. Wir prüfen die Kostenübernahme gerne individuell für Sie.
Nein. Die Impfung schützt vor den wichtigsten krebsauslösenden HPV-Typen, deckt aber nicht alle ab. Die regelmäßige Früherkennung mit HPV-Test und Zellabstrich bleibt deshalb weiterhin wichtig. Mehr dazu auf unserer Seite zur Krebsvorsorge.
Nach einem kurzen Beratungsgespräch und der Prüfung Ihres Impfstatus erfolgt die Impfung je nach Alter in zwei oder drei Terminen über einige Monate. Sie ist gut verträglich; wir informieren Sie vorab über mögliche Nebenwirkungen.
Ob für Ihre Tochter, Ihren Sohn oder Sie selbst: Vereinbaren Sie einen Beratungstermin oder rufen Sie uns an. Wir prüfen Ihren Impfstatus und beraten Sie individuell.
Termin vereinbarenQuelle der Umfragedaten: „HPV: Wissenslücken bei Frauen durch frühe ärztliche Ansprache schließen" – repräsentative Befragung von 2.001 Frauen (18–65 J.) in Deutschland, in Kooperation mit der Roche Diagnostics Deutschland GmbH.